09 Alte Salzspeicher und Nosferatu

Die Salzspeicher an der Obertrave waren im Mittelalter echte Schatzkammern, denn hier lagerte das „weiße Gold” - Salz aus Lüneburg und der Saline in Oldesloe. Die kostbare Fracht wurde auf im Lübecker Hafen auf Seeschiffe verladen und gewinnbringend in den gesamten Ostseeraum expor­tiert.

Zeitraum: seit 1579
Wahrheitsgehalt:
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Zeitzeugen: Salzspeicher an der Obertrave

Das Salz wurde im Alltag dringend zum Konservieren von Fisch und anderen Speisen benötigt und ermöglichte so auch den Heringshandel mit Norwegen und Schonen in Schweden. Hering galt damals als wichtige Fasten­speise. Über den ersten Kanal Nordeuropas - den Stecknitzkanal - wurde das Salz übrigens nach Lübeck transportiert. Heute ist ein Modehaus in den historischen Räumen der denkmalge­schützten Salzspei­cher zu finden.

Freunde des Stumm­films kennen die Salzspeicher als Ku­lisse des deutschen Spielfilms „Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens” aus dem Jahr 1922 von Regisseur Friedrich Willhelm Murnau, der als einer der ersten Horrorfilme in die Filmgeschichte einging.

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08 Am Anfang war das Wasser Passat 10