23 Gott sei Dank

Hinrich Constin, Kaufmann und Rats­herr in Lübeck war ein frommer Mann. Er pilgerte 1468 ins Heilige Land und ging den Leidensweg Christi, die Via Dolorosa, um Buße zu tun.

Zeitraum: seit 1468
Wahrheitsgehalt:
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Zeitzeugen: Lübecker Kreuzweg

Als er endlich seinen Seelenfrieden gefunden hatte, versprach er Gott, den Kreuzweg in seiner Heimatstadt nachzugestalten, wenn er ihn wieder gesund zurück­kehren ließe. Gesagt, getan. Sein Kreuzweg war genau 1.650 Meter lang und führte von der Jakobikirche bis zum Jerusalemsberg vor den Toren der Stadt. Doch Constin verstarb bevor er sein Werk vollenden konnte, und vermachte der Stadt sein Vermögen unter der Bedingung, den Kreuzweg für ihn zu Ende zu bauen. Das hat Gott sei Dank geklappt und so ist der Lübecker Kreuzweg heute einer der ältesten Prozessionswege Deutschlands. Bedingt durch das gute ökumenische Miteinander der Kirchen in Lübeck, hat der Kreuzweg inzwischen wieder eine neue Bedeutung erfahren. An Karfreitagen wird er von vielen hundert Menschen begangen, an seinen Stationen werden Ansprachen gehalten, Lieder gesungen und Lesungen vorgenommen.

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