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Thomas Mann erhielt 1929 den Literaturnobel­preis für seinen Roman „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“, mit dem er sei­ner Heimatstadt Lübeck ein literarisches Denkmal setzte – auch wenn sein Hang zur Satire so manchen Lübecker Bürger aufgrund der „Ähnlichkeit mit lebenden Personen“ in Rage versetzte.

Zeitraum: 1875-1955
Wahrheitsgehalt:
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Zeitzeugen: Buddenbrookhaus, Kneipe Blauer Engel

In seinem Essay „Lübeck als geistige Lebensform“ bestätigt Thomas Mann den großen Einfluss, den seine hanseatische Herkunft auf sein literarisches Schaffen hatte. 1955 – drei Monate vor seinem Tod – verlieh Lübeck ihm die Ehrenbürgerwürde, obwohl das Verhältnis der Hansestadt zu ihrem berühmten Sohn zwiegespalten war und die Bürgerschaft seiner Ehrung mit nur einer Stimme Mehrheit zustimmte.

Zitat: Es ist mein Ehrgeiz, nachzuweisen, dass Lübeck als Stadt, als Stadtbild und Stadtcharakter, als Landschaft, Sprache, Architektur durchaus nicht nur in „Buddenbrooks“, deren unverleugneten Hintergrund es bildet, seine Rolle spielt, sondern dass es von Anfang bis zu Ende in meiner ganzen Schriftstellerei zu finden ist, sie entscheidend bestimmt und beherrscht.

Thomas Mann, „Lübeck als geistige Lebensform“ (1926)

Thomas Mann 1926 in Lübeck © Fotoarchiv der Hansestadt Lübeck

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