27 Eine Straße im Wandel

Die Große Petersgrube als Kaleidoskop architektonischer Vielfalt - Eine Straße als Zeitzeugin? In der Großen Petersgrube, von der aus der St. Petri-Turm in einmaliger Perspektive zu bewundern ist, finden sich fast alle Baustile der lübschen Geschichte wieder.

Zeitraum: seit dem 13. Jahrhundert
Wahrheitsgehalt:
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Zeitzeugen: Große Petersgrube

Die Rippenstraße wurde erstmals 1285 urkundlich erwähnt, die meisten Grundstücke wurden Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts bebaut. Heute erfreut man sich am Anblick der Fassaden im Stil der Gotik und Renaissance sowie des Barock, Rokoko und Klassizismus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Für die Vielfalt gibt es einen einfachen Grund: Nicht alle Lübecker konnten es sich leisten, die Fassaden ihrer Häuser im Laufe der Jahrhunderte dem „neuesten Schrei“ anzupassen. Heute beherbergt die Große Petersgrube hinter 22 denkmalgeschützten Häusern die renommierte Musikhochschule Lübeck; rund 500 junge Menschen aus aller Welt studieren hier die Kunst des Musizierens, Komponierens und Dirigierens. 2008 wurde die Große Petersgrube sogar zum Kinostar - als einer der Außendrehorte für die Neuverfilmung der „Buddenbrooks“ von Heinrich Breloer.

Aussicht große Petersgrube © Borowiakziehe

Die Große Petersgrube gilt als eines der bedeutenden Ensembles der Lübecker Altstadt und ist Teil des geschützten UNESCO Welterbes. Aber auch schon lange bevor 1987 Lübeck dieser besondere Titel verliehen wurde, kümmerte sich die Stadt um historisch wertvolle Gebäude – wenn auch zunächst nur um kirchliche Bau- und Kunstdenkmäler. Bereits 1818 erließ der Lübecker Rat eine Verordnung, dass bei Verkauf oder Vernichtung bestimmter Denkmäler des Altertums und der Kunst eine Genehmigung der Stadt einzuholen war, und verfasste damit das erste Denkmalschutzgesetz Deutschlands.

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Historisches Ereignis:
1143

Gründung Lübecks durch Adolf II. von Schauenburg

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