36 Schlechtes Wetter gibt es nicht

Als der Dänenkönig Waldemar II. und sein Heer vor den Toren Lübecks wüteten, um die Stadt einzunehmen, taten sich die Fürsten des Lübecker Umlands und die Lübecker Bürger zusammen und am 22. Juli 1227, dem Tag der heiligen Maria Magdalena, fiel die Entscheidung bei Bornhöved. Lange schon tobte die Schlacht und die Allianz verlor langsam an Boden, weil sie im Kampf von der Sonne geblendet wurde.

Zeitraum: um 1220
Wahrheitsgehalt:
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Zeitzeugen: Fresko in der Hörkammer des Rathaus, Figur der Maria Magdalena in der Fassade des Holstentors

Am Morgen der Schlacht waren allerdings die lübeckischen Ratsmitglieder zusammengekommen, um Gott und die Heilige Maria um Hilfe zu bitten. Sie hatten versprochen, im Falle eines Sieges, ein Kloster zu Ehren Gottes und der heiligen Maria zu errichten, wobei Letztere auch die Patronin desselben werden sollte. Zusätzlich sollten jedes Jahr die Armen am Maria-Magdalenen-Tag gespeist werden. Und ihre Gebete wurden erhört: die heilige Maria Magdalena erschien, hielt ihren Mantel vor die Sonne und verdunkelte so den Himmel. Außerdem wechselten zum Glück auch noch die Dithmarscher die Seite und schlossen sich den fürstlichen Truppen an. Als Dank für den Sieg über die Dänen errichteten die Lübecker ein Kloster am Ort des heutigen Burgklosters und übergaben es 1229 dem Dominikanerorden.

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Historisches Ereignis:
1227

Schlacht von Bornhöved (Norddeutsche Koalition gegen Dänemark)

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