53 Der Schwarze Tod in Lübeck

Im Jahr 1349 erreichte die Pest auch Lübeck - ob Bürger oder Bettelmann, ob jung oder alt: Gevatter Tod machte keine Unterschiede und raffte unerbittlich etwa ein Drittel der Bevölkerung dahin.

Zeitraum: 1350-1603
Wahrheitsgehalt:
  1.  
  2.  
  3.  
  4.  
  5.  
Zeitzeugen: Friedhof St. Lorenz

Testamente hatten Hochkonjunktur und niemals spendeten die um ihr Seelenheil besorgten Lübecker mehr Geld als in dieser Zeit. Die Sünden der Menschen  wurden als Ursache für die Pest angesehen. Um Buße zu tun, zahlte man Geld für den Bau von Kapellen, so im Dom, an St. Marien und im Burgkloster. Auch der Ausbau des Lübecker Franziskanerklosters ist aus solchen Geldern des Jahres 1350 bestritten worden. Man konnte nur hoffen und beten, verschont zu werden, denn die letzte Ruhe fanden die Toten sehr häufig in namenlosen Massengräbern. Nachdem die Pestepidemie in Lübeck abgeklungen war, kamen erneut Kaufleute und Handwerker in die Stadt und ließen sich nieder. Die Bevölkerung wuchs und die Hansestadt blühte auf.

Hier zu finden

Historisches Ereignis:
1350

und 1356 Pest in Lübeck

52 Eine saubere Sache Der Schrecken des Mittelalters 54