54 Der Schrecken des Mittelalters

Bedenke, dass du sterben musst! Nichts hat die Menschen im Mittelalter so sehr an die eigene Vergänglichkeit gemahnt wie die Pest, der „Schwarze Tod“. Durch Flöhe von Ratten auf die Menschen übertragen, blieb die Ursache der Krankheit damals lange unbekannt.

Zeitraum: Mitte des 14. Jahrhunderts
Wahrheitsgehalt:
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Zeitzeugen: Totentanz in St. Marien

Die Symptome waren stark angeschwollene Lymphknoten um den Flohbiss, die innerlich bluteten; die Haut färbte sich bläulich-schwarz und die gefürchteten Beulen entstanden. Die Patienten klagten über hohes Fieber und Schüttelfrost und die Krankheit führte – bis auf seltene Ausnahmen - innerhalb weniger Tage in den sicheren Tod. Quacksalber empfahlen Weihrauch und Myrrhe, aber auch selbstgerührte Medizin aus Hühnerkot, Krötenlaich, Knabenurin und Spinneneiern. Knoblauch galt landauf, landab als vorbeugend gegen Seuchen aller Art, genossen oder als Kranz vor die Tür gehängt, um den Pesthauch draußen zu halten.

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53 Der Schwarze Tod in Lübeck Etwas, das bleibt 55