77 Hopfen und Malz, Gott erhalt´s!

Das Bierbrauen hatte im mittelalterlichen Lübeck eine große Tradition und war ein lukratives Gewerbe. Zeitweise gab es über 180 Brauhäuser in der Stadt, die meisten waren dort angesiedelt, wo sie an das Wasserleitungssystem der Wakenitz angeschlossen waren.

Zeitraum: seit dem 13. Jahrhundert
Wahrheitsgehalt:
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Zeitzeugen: Brauberger zu Lübeck

Die Brauhäuser waren mit ihrem hohen Wasserbedarf nämlich der Grund für die frühe Wasserkunst aus den Jahren 1294 am Hüxtertor und 1302 am Burgtor. Bier wurde auch "flüssiges Brot" genannt, da es als reichhaltiges Nahrungsmittel diente und von Alt und Jung zu jeder Tageszeit getrunken wurde – sogar zur Fastenzeit war es erlaubt. Es gab Stadtbier, Stopbier und Exportbier mit stärkerem Alkoholgehalt, das in den Ostsee-Raum, aber auch nach England, Holland und Flandern und in der frühen Neuzeit sogar bis nach Ostindien geliefert wurde. Das “Brauberger zu Lübeck” in der Alfstraße ist heute die einzige Brauerei Lübecks. Ihr Konzept ist das Brauen von Zwickelbier, wie es bereits im Mittelalter hergestellt wurde.

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