86 Ganz schön schlüpfrig

Wer einmal am Ufer der malerischen Obertrave spazieren geht oder eine Bootstour auf der Trave macht, der sieht zwischen dem Kleinen Bauhof und der Dankwartsgrube oftmals frisch gewaschene Wäsche auf der wahrscheinlich längsten Wäscheleine der Welt im Wind flattern.

Zeitraum: seit dem 14. Jahrhundert
Wahrheitsgehalt:
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Zeitzeugen: Wäsche an der Obertrave, Gang zwischen der Wahmstaße 46 und Aegidienstraße

Die Straße wird deswegen scherzhaft auch oft „Schlüpfer-Allee“ genannt, aber warum hängt die Wäsche dort? Eine Legende besagt, dass es aufgrund der ständigen Hochwassergefahr an der Obertrave keine Trockenkeller in den Häusern gab und ein Privileg aus dem 14. Jahrhundert den Anwohnern gestattete, ihre nasse Wäsche öffentlich an der Straße zu trocknen. Bis heute! Übrigens nicht zu verwechseln mit dem „Unterhosen-Gang“ zwischen Wahmstraße und Aegidienstraße, in den man - wie in eine lange Unterhose - über einen Eingang und zwei schmale Ausgänge hinein- und wieder herausschlüpfen kann. Verschlüpft!

An der Obertrave © Shutterstock

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